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Es tobt ein Sturm in mir!

Es tobt ein Sturm in mir,
wild und laut, brausen die Winde
fegen von einer Seit’ zur anderen,
brechen am inneren Gewölb’,
verlieren sich in den Weiten meiner Gedanken.

Regentropfen perlen am Inneren entlang,
rinnen zu Boden und sammeln sich in den Füßen.
Eine Pfütze, so klein und unscheinbar,
meint man, doch ist’s ein tiefer Strudel.

Es tobt ein Sturm in mir,
wild und laut, brausen die Winde
fegen von einer Seit’ zur anderen,
brechen am inneren Gewölb’,
verlieren sich in den Weiten meiner Gedanken.

Rauschend brechen sich die Winde,
fegen mit aller Wucht, gegen meine inneren Wände.
Tosend toben und spielen sie in mir herum,
verwirren und wollen mich verleiten,
damit mein Herz nicht wagt zu sprechen,
was doch die Sommerbriese längst zu flüstern weiß.

Es tobt ein Sturm in mir,
wild und laut, brausen die Winde
fegen von einer Seit’ zur anderen,
brechen am inneren Gewölb’,
verlieren sich in den Weiten meiner Gedanken.

Die Ohren muss ich mir halten,
press die Hände gar kräftig hinauf,
nur um sie nicht zu verlieren,
die innere Stimm’, die da ganz leise flüstert,
was mein Herz schon lange wispert.

Es tobt ein Sturm in mir,
wild und laut, brausen die Winde
fegen von einer Seit’ zur anderen,
brechen am inneren Gewölb’,
verlieren sich in den Weiten meiner Gedanken.

Gefangen vom Sturm,
es rasseln die Ketten,
ich weiß was ich will und
weiß es auch zu finden.
Los reißen, werde ich mich,
wenn’s ist an der Zeit, den eines weiß ich sicherlich:
Ich will nur Dich! Ich liebe Dich!

Es tobt ein Sturm in mir,
wild und laut, brausen die Winde
fegen von einer Seit’ zur anderen,
brechen am inneren Gewölb’,
verlieren sich in den Weiten meiner Gedanken.

Winter

Weiß, im Licht glitzernd fallen sie zu Boden, sanft und weich, legen sich auf das Land, einer Decke gleich. Doch auch kalt und eisig können sie sein, in unterschiedlichen Größen. Volle Flocken senken sich zu Boden, kleiden die Welt ins eleganteste Kleid. Glitzert im Sonnenlicht, einem Meer von Diamanten gleich, königlich sieht’s aus, wenn der Winter sich über das Land legt und die Welt zum Stillstand kommt, wenn sie für einen Moment aufhört zu atmen. Aus Nasen und Nüstern heben sich Kondenzwolken in den Himmel, lassen das Blau des Himmels und das Strahlen der Sonne noch unwirklicher erscheinen, wenn sie still steht, die Welt und vor Ehrfurcht ihren Atem anhält. Weiß, die Farbe des Winters.

 

Schwarz, an den Rändern der Straßen, die Reinheit hinfort gewischt, die Jungfräulichkeit genommen, wenn die Autos nach und nach den Schnee forttragen und sich auf dunkelste Weise die Schönheit berauben. Unschön, unsauber und doch auch Winter, trist und bedrückend, wenn die Wolken sich am Himmel sammeln, ihn verhängen und der Sonne verbieten zu scheinen. Schwer die Last an der sie tragen, bedrohlich und mächtig, entladen sie ihre weiße Pracht. Auf den Straßen geht’s zu Boden, mischt sich mit dem Dreck der Autos, verliert die Farbe, mischt sich mit Salz und Lauge, wird schwarz, am Rand der Straßen, die andere Farbe des Winters.

 

Schön und beflügelnd, hell und bizarr, dunkel und bedrängend, Angst einflößend und Tristheit hervorrufend. Kalt ist’s in mir, es wird nicht warm, es wird nicht schön, dunkel ist’s in mir, ich kenn den Weg und weiß ihn nicht zu gehen. Schal und Mütze, Jacke und Stiefel es wärmt mich nicht und sanfte Schneeflocken beißen mir ins Gesicht. Tränen in den Augen, sammeln sich auf den Lidern, rot geädert ist der Blick, Verzweiflung ist zu lesen. Ich habe Angst, wenn salz’ge Tränen meine Wangen benetzen und die Kälte sie gefrieren lässt. Und dabei will ich doch nur eines: DICH!