Me, myself and i

Zwei Stunden bin ich durch die Gegend geirrt, einfach gelaufen, ohne Ziel, ohne Sinn, einfach atmen, Luft holen und doch ist sie nicht angekommen. Ich nehme nichts wahr, nicht die Geräusche, die um mich herum sind, nur das stetige Klappern der Leine meines Hundes, die ich in der Hand halte, wenn die Karabiner zusammen klappern. Leer, das bin ich, Du hast glaube ich, keine Ahnung, was Du in mir ausgelöst hast. Ich habe soviel geredet heute, mich geöffnet und genutzt hat es nichts. Man versteht Dich, man verteufelt Dich, man ist erschrocken, man weiß nicht, was man dazu sagen soll und man tröstet mich. Aber besser wird es nicht. Wie auch, es sind erst wenige Stunden vergangen und doch fühlt es sich an, als wenn man mir mein Herz aus der Brust gerissen hätte. Wieder und wieder gehe ich das Gespräch durch, das Gespräch, eines von unzähligen, rufe mir jedes Wort in Erinnerung und versuche es zu verstehen. Natürlich, Gefühle kann man nicht erklären, aber ich verstehe nicht, warum Du nicht abgewartet hast, ob sie wieder entflammen, wenn ich bei Dir bin. Ich will die Zeit weiter drehen, mal nicht zurück, ich will wissen, ob Du irgendwann die Erkenntnis hast, dass Du Dich irrst. Ich will Dich nicht verlieren, das sagst Du auch und meinst es doch ganz anders als ich. Mut braucht es, um zu einem Menschen zu stehen, hast Du gesagt und gemeint, dass ich nicht darüber nachdenken soll und doch drehen sich meine Gedanken wieder um diesen Satz. Du bist die Nadel, die meine Träume zerplatzen lässt, an Deiner Realität, weil Du das Beste für mich willst. Ich werde nicht betteln, nie, denn ich bin viel mehr wert als das. Ich werde Dir zeigen, was Du weg wirfst und ich werde kämpfen und nicht aufgeben, aber auch nicht zerfließen an der Hoffnung, die eben zuletzt stirbt. Diese Entscheidung wirst Du mir nicht abnehmen, die habe ich alleine getroffen. Ich werde für Dich da sein, wann immer Du mich brauchst, ich werde Deine beste Freundin sein. Ich weiß nicht, ob Du das hier lesen wirst, heute, irgendwann, jemals, Du musst es nicht lesen, es spielt keine Rolle, es ist mein Seelenheil hier und ich gehe diesen Weg, um diesen Schmerz zu betäuben, den Deine Worte heute ausgelöst haben. Ich will nicht mehr weinen. Ich stehe auf meinen Füßen und werde kämpfen. Für mich! Ich werde mich nicht verlieren, ich werde mich nicht aufgeben und ich werde Dir zeigen, was ich wert bin. Du wirst mich nicht verlieren und ich werde da sein, wann immer Du mich brauchst.

Die Zeit steht still

 

 

Ein paar Worte nur,

jedes für sich unscheinbar.

Zusammengeführt, einem Dolch gleich.

Tief die Wunde, die sie reißen.

Siehst Du die glutroten Tropfen ?

 

Es ist mein Herz, das blutet.

Warum machst Du das ?

Warum tust Du mir das an ?

Hab ich das verdient ?

 

Zeit rinnt unaufhörlich durch das Stundenglas,

doch jetzt, jetzt steht sie still.

Seit Du gesprochen hast, ist’s still.

Kein Sandkorn rinnt mehr durch das Glas,

kein Staubkorn segelt sanft zu Boden.

 

Ich bedeute Dir was, Du hast mich lieb,

doch mehr, das willst Du nicht.

Du tust mir weh und sagst im gleichen Zug,

dass Du das nicht willst.

Warum machst Du es dann ?

 

Rational sind Deine Gründe,

Gefühle aufgrund von Zeit erkaltet.

Eine Chance sie neu zu entflammen gewährst Du nicht

und stößt damit den Dolch in mein Herz hinein,

dass Du zu schützen gelobt hast.

 

Mein Herz es schreit,

hörst Du es nicht ?

Was hab ich Dir getan, dass Du so zu mir bist ?

Ich will Dich nicht verlieren,

ich will in Deiner Nähe sein,

will, dass Dein Geruch meine Sinne flutet,

will Deinen Kuss spüren, von jetzt an, bis in alle Ewigkeit.

 

Mein Herz schreit nur Deinen Namen,

doch Du hörst es nicht.

Willst mich nicht verlieren

und doch nicht ganz an die Hand nehmen.

Traumblasen zerplatzt, an Deiner Realität.

 

Glas berstet, Sandkörner verteilen sich im schnellen Flug,

glitzern und glänzen im kalten Licht des Vollmonds

und verlieren sich in der Ewigkeit.

Die Zeit steht still, ich bin ohnmächtig,

ich hab gekämpft und Du hast mich damit allein gelassen.

Luftschlösser haben wir gebaut,

nicht nur ich, nicht nur Du, wir haben sie gebaut.

Eine Zukunft haben wir gesehen,

so viele Wege die wir gehen wollten,

doch Du, du lässt mich stehen.

Zerstörst die Träume, zerstörst die Luftschlösser

und ich frage Dich warum.

 

Auch wenn Du es nicht hören willst,

ich kann Dir nur eines sagen:

Ich liebe Dich, von ganzem Herzen.

Jeden Tag ein bisschen mehr,

weil ich gekämpft habe darum.

Und ich hoffe, dass Du dich geirrt hast

und die Scherben wieder aufsammelst,

ich werde Dir helfen, sie zu kitten.

 

Einfach, weil ich Dich liebe!

Winter

Weiß, im Licht glitzernd fallen sie zu Boden, sanft und weich, legen sich auf das Land, einer Decke gleich. Doch auch kalt und eisig können sie sein, in unterschiedlichen Größen. Volle Flocken senken sich zu Boden, kleiden die Welt ins eleganteste Kleid. Glitzert im Sonnenlicht, einem Meer von Diamanten gleich, königlich sieht’s aus, wenn der Winter sich über das Land legt und die Welt zum Stillstand kommt, wenn sie für einen Moment aufhört zu atmen. Aus Nasen und Nüstern heben sich Kondenzwolken in den Himmel, lassen das Blau des Himmels und das Strahlen der Sonne noch unwirklicher erscheinen, wenn sie still steht, die Welt und vor Ehrfurcht ihren Atem anhält. Weiß, die Farbe des Winters.

 

Schwarz, an den Rändern der Straßen, die Reinheit hinfort gewischt, die Jungfräulichkeit genommen, wenn die Autos nach und nach den Schnee forttragen und sich auf dunkelste Weise die Schönheit berauben. Unschön, unsauber und doch auch Winter, trist und bedrückend, wenn die Wolken sich am Himmel sammeln, ihn verhängen und der Sonne verbieten zu scheinen. Schwer die Last an der sie tragen, bedrohlich und mächtig, entladen sie ihre weiße Pracht. Auf den Straßen geht’s zu Boden, mischt sich mit dem Dreck der Autos, verliert die Farbe, mischt sich mit Salz und Lauge, wird schwarz, am Rand der Straßen, die andere Farbe des Winters.

 

Schön und beflügelnd, hell und bizarr, dunkel und bedrängend, Angst einflößend und Tristheit hervorrufend. Kalt ist’s in mir, es wird nicht warm, es wird nicht schön, dunkel ist’s in mir, ich kenn den Weg und weiß ihn nicht zu gehen. Schal und Mütze, Jacke und Stiefel es wärmt mich nicht und sanfte Schneeflocken beißen mir ins Gesicht. Tränen in den Augen, sammeln sich auf den Lidern, rot geädert ist der Blick, Verzweiflung ist zu lesen. Ich habe Angst, wenn salz’ge Tränen meine Wangen benetzen und die Kälte sie gefrieren lässt. Und dabei will ich doch nur eines: DICH!

Es tobt ein Sturm in mir!

Es tobt ein Sturm in mir,
wild und laut, brausen die Winde
fegen von einer Seit’ zur anderen,
brechen am inneren Gewölb’,
verlieren sich in den Weiten meiner Gedanken.

Regentropfen perlen am Inneren entlang,
rinnen zu Boden und sammeln sich in den Füßen.
Eine Pfütze, so klein und unscheinbar,
meint man, doch ist’s ein tiefer Strudel.

Es tobt ein Sturm in mir,
wild und laut, brausen die Winde
fegen von einer Seit’ zur anderen,
brechen am inneren Gewölb’,
verlieren sich in den Weiten meiner Gedanken.

Rauschend brechen sich die Winde,
fegen mit aller Wucht, gegen meine inneren Wände.
Tosend toben und spielen sie in mir herum,
verwirren und wollen mich verleiten,
damit mein Herz nicht wagt zu sprechen,
was doch die Sommerbriese längst zu flüstern weiß.

Es tobt ein Sturm in mir,
wild und laut, brausen die Winde
fegen von einer Seit’ zur anderen,
brechen am inneren Gewölb’,
verlieren sich in den Weiten meiner Gedanken.

Die Ohren muss ich mir halten,
press die Hände gar kräftig hinauf,
nur um sie nicht zu verlieren,
die innere Stimm’, die da ganz leise flüstert,
was mein Herz schon lange wispert.

Es tobt ein Sturm in mir,
wild und laut, brausen die Winde
fegen von einer Seit’ zur anderen,
brechen am inneren Gewölb’,
verlieren sich in den Weiten meiner Gedanken.

Gefangen vom Sturm,
es rasseln die Ketten,
ich weiß was ich will und
weiß es auch zu finden.
Los reißen, werde ich mich,
wenn’s ist an der Zeit, den eines weiß ich sicherlich:
Ich will nur Dich! Ich liebe Dich!

Es tobt ein Sturm in mir,
wild und laut, brausen die Winde
fegen von einer Seit’ zur anderen,
brechen am inneren Gewölb’,
verlieren sich in den Weiten meiner Gedanken.